Objekte

Alfons Körbel

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“Die Spuren der Lebensgeschichte, die auf der Oberfläche der plastischen Arbeiten zu sehen sind und deren Gestalt geprägt haben, lenken die Augen der Betrachter auf sich und ihre augenblickliche Form. Diese, die gegebene Gestalt, wurde von den Werkstoffen inspiriert und in provozierend einfache Gestaltung umgesetzt. Beim Betrachter werden nun Assoziationen über das Zusammenwirken von Material und Form ausgelöst, wobei die jeweiligen Titel der Skulpturen Körbels als Impulse wirken. Den Künstler verbinden mit den Stoffen, aus denen er seine Plastiken schafft, seine eigene Geschichte und ganz besonders natürlich auch seine eigenen Vorstellungen. Als Eigentümer eines historischen Bauernhauses in Schöppingen-Eggerode ist er seit der Renovierung des Anwesens von den alten Baustoffen, die so gegensätzlich und einander zugeordnet sind, fasziniert. Ihre Urtümlichkeit könnte in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung für Alfons Körbel sein; denn in seiner Akademiezeit in Düsseldorf war er Schüler von Josef Beuys. Bekanntlich war bei diesem die inspirative Kraft von archaischen, kulturhistorische Spuren enthaltenden Materialien geprägt. Auch das Herstellen ungewöhnlicher Zusammenhänge, wie sie die gewohnte Logik im menschlichen Alltag nicht anwendet, verbindet Körbel mit Beuys. Das eigentliche Leben der Menschen wird ganzheitlich - seelisch und geistig - erfahren, sinnlich und verstandesmäßig, aber nicht nur materiell. So erklären sich sowohl bei Josef Beuys wie auch bei Körbel die ironische Distanzierung der Materialien und ihrer Verarbeitungen über ungewöhnliche Titel und Formgebung, die ihre Wurzeln im Dadaismus haben.”                                                              Dr. Marianne Ebersold

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